Abfindung(sguthaben)

Für die Beendigung einer Rechtsstellung (z.B. der Zugehörigkeit zu einer Gesellschaft als Gesellschafter) durch die Gesellschaft zu zahlender Geldbetrag. Die Berechnung ergibt sich aus dem jeweiligen Gesellschaftsvertrag.

Abschreibung oder AfA

Die AfA (Absetzung für Abnutzung) soll den Wertverlust eines Wirtschaftsgutes widerspiegeln. Die Berechnung erfolgt nach gesetzlichen Vorschriften. Die AfA mindert das Ergebnis der Gesellschaft, ohne dass liquiditätswirksame Ausgaben damit verbunden sind.

Agio

Das Agio ist ein Ausgabeaufschlag auf den Nennwert einer Vermögensanlage, der in der Regel in Prozent angegeben wird. Möchte ein Anleger eine Vermögensanlage mit einem Nennwert von 100.000 US-Dollar und einem Agio von fünf Prozent zeichnen, muss er 105  Prozent des Nennwerts einzahlen – also 105.000 US-Dollar. Bei dem vorliegenden Beteiligungsangebot fällt kein Agio an.

AIF

Alternativer Investmentfonds. AIF sind Investmentvermögen (siehe: Investmentvermögen) im Sinne des Kapitalanlagegesetzbuchs. Das Kapitalanlagegesetzbuch unterscheidet unter anderem zwischen offenen und geschlossenen AIF sowie zwischen Publikums-AIF und Spezial-AIF. Offene AIF räumen ihren Anlegen im Gegensatz zu geschlossenen AIF mindestens einmal pro Jahr das Recht zur Rückgabe gegen Auszahlung ihrer Anteile aus dem AIF ein. Publikums-AIF stehen allen potenziellen Anlegern offen, Spezial-AIF richten sich an professionelle  oder semiprofessionelle Anleger.

AIFM-Richtlinie

Die sog. AIFM-Richtlinie bzw. die Richtlinie 2011/61/EU vom 8. Juni 2011 ist eine europäische Richtlinie.. Mit Inkrafttreten des Kapitalanlagegesetzbuchs (siehe KAGB)  im Juli 2013 wurde sie in nationales Recht umgesetzt. Sie regelt die Zulassung, die laufende Tätigkeit sowie die Transparenz von Verwaltern alternativer Investmentfonds, die alternative Investmentfonds in der Europäischen Union verwalten und/oder vertreiben.

Anlaufkosten

Kosten, die bei Gründung bzw. Start eines Unternehmens oder Konzeption eines Fonds entstehen, wie zum Beispiel für Rechtsberatung, steuerliche Beratung oder Notarkosten.

Anteilsfinanzierung

Möglichkeit für Anleger zur (meistens teilweisen) Finanzierung der Beteiligungssumme durch ein Bankdarlehen.

Auslagerung

Eine Kapitalverwaltungsgesellschaft darf sich zur Erfüllung ihrer Aufgaben unter den in § 36 KAGB genannten Bedingungen Dritter bedienen und ihre Aufgaben auf ein anderes Unternehmen (Auslagerungsunternehmen) übertragen (auslagern).

Auszahlung (Ausschüttung)

Geldbetrag, den eine Gesellschaft ihren Gesellschaftern auszahlt. Die Auszahlungen einer Kommanditgesellschaft stellen handelsrechtlich und steuerlich zumeist so genannte Entnahmen dar und können höher oder niedriger als der Gewinn sein.

BaFin

Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht

Beirat

Gesetzlich nicht vorgeschriebenes Organ einer Gesellschaft, häufig mit Beratungs- und Überwachungsaufgaben, meistens ohne das Recht zur Erteilung von Weisungen an die Geschäftsführung.

Beitrittserklärung

Zeichnungsschein, der dem Beteiligungsprospekt als Anlage beigefügt ist. Der Anleger gibt mit der Unterzeichnung des Zeichnungsscheines eine Willenserklärung zum Beitritt zur Beteiligungsgesellschaft ab. Erst durch die Annahme durch die Treuhänderin ist der Beitritt des Anlegers wirksam; der Anleger erhält eine Annahmebestätigung durch die Treuhandgesellschaft (siehe Treuhandgesellschaft).

Beteiligungsgesellschaft

Eigentümergesellschaft, meist in Form einer GmbH & Co. KG.

Betriebskosten /Schiffsbetriebs-kosten

Kosten, die nach Abschluss der Investitionsphase während des laufenden Betriebes eines Unternehmens (z.B. Schifffahrtsgesellschaft) anfallen. Dazu zählen u.a.: Kosten für Personal, Ausrüstung, Reparaturen, Energiekosten (z.B. Schmieröl), Versicherungen und Besichtigungen.

BMF

Bundesministerium der Finanzen

Bruttomiete

Der Bruttomiete ist die Miete, die der Mieter eines Containers an die Containerleasinggesellschaft zahlt (siehe auch Nettomiete).

Cashflow

Der Cashflow (Geldfluss, Kassenzufluss) ist eine (betriebs-) wirtschaftliche Messgröße, die den aus der Umsatztätigkeit und sonstigen laufenden Tätigkeiten erzielten Nettozufluss liquider Mittel während einer Periode darstellt.

CEU

CEU steht für „cost equivalent unit“. Die Containerbranche verwendet dieses Maß, um unterschiedliche Containertypen hinsichtlich wirtschaftlicher Faktoren (wie zum Beispiel Kosten und Erlöse) zu vergleichen. Ein 20-Fuß-Standardcontainer (ein TEU) entspricht einem CEU. Bei anderen Containertypen weicht die CEU- von der TEU-Zahl ab: Die Kosten (und damit zumeist auch die Mieterlöse) eines 40-Fuß-Standardcontainers liegen etwa bei dem 1,6-fachen eines 20-Fuß-Standardcontainers; er entspricht daher 1,6 CEU.

Chassis

Containerchassis sind Fahrgestelle, mit denen Container per Lkw auf der Straße transportiert werden können. Moderne Chassis sind in der Lage, normale und High-Cube-Container unterschiedlicher Abmessungen zu tragen. Die Container werden mit Twistlocks auf dem Chassis gesichert. Chassis werden wie normale Trailer (siehe unten) mit Sattelzugmaschinen bewegt.

Containerdepot

Containerleasinggesellschaften unterhalten weltweit Containerlager. In diesen sogenannten Depots können die Mieter Container abgeben und aufnehmen.

Corner Castings

Mit Corner Castings (deutsch: Eckbeschläge) werden die Befestigungspunkte bezeichnet, die sich an allen Ecken eines Containers befinden. Sie dienen zum Anheben, Stapeln oder Befestigen des Containers, indem Twistlocks (s. u.) oder andere Vorrichtungen in die Corner Castings greifen und sich so mit dem Container verbinden.

Corten-Stahl

Container werden aus speziell gehärtetem Stahl hergestellt, dem sogenannten Corten-Stahl. Dieser Stahl ist langlebig und hoch belastbar – wichtige Eigenschaften für Container, die im internationalen Seeverkehr häufig widrigen Bedingungen ausgesetzt sind. „COR-TEN“ ist ein eingetragenes Warenzeichen der United States Steel Corporation.

CSC-Plakette

CSC ist die Abkürzung für „Container Safety Convention“ (in der Langfassung „International Convention for Safe Containers“). Jeder Container, der im internationalen Verkehr eingesetzt wird, muss ein gültiges Sicherheits-Zulassungsschild besitzen – die sogenannte CSC-Plakette.

DBA

Doppelbesteuerungsabkommen

Degressive Abschreibung

Degressive AfA (Absetzung für Abnutzung) Abschreibungsmethode, bei der die jährliche Abschreibung mit fallenden Jahresbeträgen - Prozentwert vom jeweiligen Restbuchwert des Wirtschaftsguts - errechnet wird.

Depot

siehe Containerdepot

Devisentermingeschäft

Sicherungsinstrument zur Minimierung des Fremdwährungsrisikos gegenüber der Fondswährung. Wichtig, da Einnahmen und Ausgaben (und Auszahlungen an die Gesellschafter) oft in unterschiedlichen Währungen anfallen.

Drop-off charge

Die Drop-off charge ist die Rücklieferungsgebühr, die der Mieter zahlen muss, wenn er einen gemieteten Container in einem Depot einer Containerleasinggesellschaft abgibt.

Eintragung in das Handelsregister

Anleger haben die Möglichkeit, sich in das Handelsregister als Gesellschafter der Kommanditgesellschaft eintragen zu lassen. Dies übernimmt für ihn die Treuhänderin. Hierzu ist es erforderlich, dass der Gesellschafter der Treuhänderin eine Handelsregistervollmacht erteilt. Bei Fragen zur Handelsregistervollmacht setzen Sie sich bitte per E-Mail mit uns in Verbindung.

Emissionshaus

Das Emissionshaus übernimmt im Rahmen der Fondsfinanzierung wesentliche Aufgaben, wie z.B. die Fondskonzeption, die Erstellung des Beteiligungsprospektes, die Finanzierungsvermittlung und die Platzierung des Kommanditkapitals.

Emissionsprospekt:

Angebotsbroschüre mit wesentlichen wirtschaftlichen, rechtlichen und steuerlichen Daten und Verträgen des geschlossenen Fonds.

Genussrecht

Ein Genussrecht bezeichnet ein schuldrechtliches Kapitalüberlassungsverhältnis. Mit Abschluss des Genussrechtsvertrages verpflichtet sich der Genussrechtsinhaber, das Genussrechtskapital zur Verfügung zu stellen. Im Gegenzug werden dem Genussrechtsinhaber Vermögensrechte gewährt, wie beispielsweise eine gewinnabhängige Vergütung oder eine Beteiligung am Liquidationserlös. Kontrollrechte, werden dem Genussrechtsinhaber nicht gewährt. Wirtschaftlich hat das Genussrecht eine Stellung zwischen Eigenkapital und Fremdkapital und gehört damit zu den hybriden Finanzierungsformen, wobei ein eigenkapitalähnliches Genussrecht bilanziell als Eigenkapital behandelt würde.

Gesellschafterversammlung

Jährliche, regelmäßige (ordentliche) oder seltener unregelmäßige (außerordentliche) Versammlung der Fondsgesellschafter. Wesentliches, durch den Gesellschaftsvertrag geregeltes Forum der Anlegermitbestimmung. Wird häufig im schriftlichen Abstimmungsverfahren durchgeführt.

Gesellschaftskosten

Verwaltungskosten für die Buchhaltung und die Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses der Gesellschaft, die Steuerberatung, die Treuhandverwaltung sowie für die Geschäftsführung und für die Gesellschafterversammlungen.

Gesellschaftsvertrag

Geschäftsgrundlage für die Kapitalanlage. Regelt insbesondere Unternehmensgegenstand, Kapitaleinlagen, Rechte und Pflichten von Gesellschaftern und Geschäftsführung, Ergebnisverteilung, Informations-, Kontroll- und Mitbestimmungsrechte der Anleger, Anteilsübertragung, Kündigung und Abfindungsguthaben sowie Auflösung (Liquidation) der Beteiligungsgesellschaft.

GmbH & Co. KG

Rechtsform, die in ihrer Konstruktion eine Personengesellschaft und eine Kommanditgesellschaft ist und an der eine GmbH als Komplementär, d.h. als persönlich haftender Gesellschafter, allein oder zusammen mit anderen Komplementären beteiligt ist.

Haftsumme

Der Betrag, mit dem ein Gesellschafter im Handelsregister eingetragen ist und der die Haftung dieses Gesellschafters gegenüber Gläubigern der Kommanditgesellschaft begrenzt.

Haftung des Kommanditisten

Nach der vollständigen Erbringung der Kommanditeinlage ist die Haftung der Kommanditisten ggf. bis auf die Wiedereinlage erfolgter Auszahlungen ausgeschlossen.

HGB

Handelsgesetzbuch

High Cube

High-Cube-Container gehören zu den Standardcontainern. Sie sind mit 2,90 m jedoch rund 30 cm höher als herkömmliche Standardcontainer.

Interner Zinsfuß

IRR (Internal Rate of Return). Finanzmathematische Methode zum Vergleich verschiedener Anlageformen, die die Ein- und Auszahlungsströme einer Kapitalanlage unter bestimmten Zins- und Zeitannahmen gegenüberstellt.

Investmentvermögen

Investmentvermögen ist jeder Organismus für gemeinsame Anlagen, der von einer Anzahl von Anlegern Kapital einsammelt, um es gemäß einer festgelegten Anlagestrategie zum Nutzen dieser Anleger zu investieren und der kein operativ tätiges Unternehmen außerhalb des Finanzsektors ist (siehe auch: AIF).

IRR

Siehe „Interner Zinsfuß“.

IRR-Rendite

IRR = Internal Rate of Return (interner Zinsfuß). Die IRR-Rendite drückt die rechnerische Verzinsung des durchschnittlich gebundenen (investierten) Kapitals aus. Neben der Höhe der Kapitalflüsse wird auch deren zeitlicher Bezug berücksichtigt. Die Rendite erlaubt keinen Rückschluss auf die Höhe der tatsächlich fließenden Beträge. Sie ist daher nicht mit den Renditeangaben anderer Kapitalanlagen vergleichbar (z. B. von Spareinlagen).

ISO

International Standardization Organisation (Internationale Organisation für Normung). Die ISO hat die Maße für Seecontainer im Jahr 1964 weltweit standardisiert. Auf dieser Basis sind inzwischen viele verschiedene Containertypen entstanden.

KAGB

KAGB = Kapitalanlagegesetzbuch. Das Kapitalanlagegesetzbuch wurde am 16. Mai 2013 vom Deutschen Bundestag beschlossen und trat zum 22. Juli 2013 in Kraft. Es löst das bis dahin gültige Investmentgesetz ab und setzt die EU-Richtlinie 2011/61/EU (siehe AIFM-Richtlinie) über die Verwalter alternativer Investmentfonds in nationales Recht um.

Kommanditbeteiligung

Anteil eines Kommanditisten an einer Kommanditgesellschaft. Die Höhe der Kommanditbeteiligung ist regelmäßig für den Anteil des Kommanditisten am Ergebnis (Gewinn oder Verlust) und am Vermögen der Kommanditgesellschaft sowie für die Verwaltungsrechte des Kommanditisten (wie z.B. das Stimmrecht) von Bedeutung.

Kommanditist

Gesellschafter einer Kommanditgesellschaft (Personengesellschaft), der grundsätzlich nur bis zur Höhe seiner Kommanditeinlage haftet (Anleger).

Komplementär

Der Komplementär ist der voll haftende Gesellschafter einer Kommanditgesellschaft. Seine Haftung umfasst sein gesamtes Vermögen. Übernimmt eine GmbH die Stellung eines Komplementärs, ist das Haftungsrisiko auf das Gesellschaftsvermögen begrenzt.

KVG

KVG = Kapitalverwaltungsgesellschaft. Kapitalverwaltungsgesellschaften sind Unternehmen mit Sitz und Hauptverwaltung im Inland, deren Geschäftsbetrieb darauf gerichtet ist, Investmentvermögen zu verwalten. Der Geschäftsbetrieb einer Kapitalverwaltungsgesellschaft bedarf der Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht.

Lineare Abschreibung

Abschreibung mit gleichen Beträgen bezogen auf die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten des Wirtschaftsguts in Prozent. Gegensätzliche Methode ist die degressive Abschreibung.

Liquidation

Beendigung der laufenden Geschäfte, Einziehung der Forderungen, Umsetzung des übrigen Vermögens in Geld und Befriedigung der Gläubiger einer aufgelösten Gesellschaft (geregelt in §§ 145 bis 158 HGB).

Liquidität

Fähigkeit eines Unternehmens, alle fälligen Verbindlichkeiten fristgerecht zu erfüllen. Zahlungsmittel können mehr oder weniger liquide sein, je nach dem wie schnell über sie verfügt werden kann.

Liquiditätsreserve

Hier: Geldmittelreserve der Beteiligungs- oder einer Fondsgesellschaft für unvorhergesehene Ausgaben.

LTL (Long Term Lease)

Long Term Lease (abgekürzt LTL) bezeichnet die langfristige Vermietung von Containern (in der Regel fünf Jahre).

Maritime Finance Incentive Scheme

Singapur hat das „Maritime Finance Incentive Scheme“ (MFI; deutsch etwa „Anreiz-Programm für maritime Investitionen“) aufgelegt, um gezielt die Ansiedlung der maritimen Wirtschaft zu fördern. Erfüllen Firmen die Voraussetzungen des MFI, profitieren sie von besonders günstigen steuerlichen Regelungen.

Mezzanine-Darlehen (nachrangige Darlehen)

Bei einem nachrangigen Darlehen handelt es sich um ein höher verzinstes Darlehen, das im Falle von Liquidation oder Insolvenz anderem Fremdkapital gegenüber nachgeordnet ist und erst unmittelbar vor dem Eigenkapital bedient wird. Nachrangige Darlehen überbrücken häufig die bestehende Lücke zwischen dem Eigenkapital und dem über erstrangige Darlehen bereitgestellten Fremdkapital. Sie werden auch als Mezzanine-Darlehen, Mezzanine Debt, Junior Debt, Junior Loan oder nachrangiges Fremdkapital bezeichnet und gehören zu den hybriden Finanzierungsformen.

Mittelverwendungskontrolle

Kontrolle der Verwendung der von Kapitalanlegern eingezahlten Gelder, z. B. durch eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.

MLA, ML, IML (Master Lease Agreement, Spot Lease)

Gebrauchte Container werden zumeist im Rahmen sogenannter „Master Lease Agreements“ kurz- und mittelfristig vermietet (Mindestmietzeit ca. drei bis zwölf Monate). Die durchschnittliche tatsächliche Vermietungsdauer liegt bei ca. zwei Jahren. Eine andere Bezeichnung für Master Lease ist „Spot Lease“.

NAV

NAV = Net asset value (Nettoinventarwert). Der Nettoinventarwert einer Investmentgesellschaft ergibt sich aus der Summe aller bewerteten Vermögensgegenstände abzüglich sämtlicher Verbindlichkeiten.

Nettomiete

Die Nettomiete ist das tatsächliche „Einkommen“ eines Containers. Es errechnet sich aus der Bruttomiete (siehe oben) abzüglich aller Kosten und zuzüglich Nebenerlöse (sogenannte „ancillary revenues“). Indem Lagerkosten für unvermietete Container in der Nettomietrate enthalten sind, werden Auslastungsschwankungen gewissermaßen eingepreist.

Nettomiete im Detail:

Kosten

  • Lagerkosten für unvermietete Container
  • Handling-Kosten (Gebühren des Depots für die Entgegennahme und Auslieferung von Containern)
  • Reparaturkosten
  • Versicherungskosten
  • Rückstellungen für Forderungsausfälle
  • etc.

Nebenerlöse

  • Handlingerlöse (Depotgebühren, die an den Mieter zum Teil mit Aufschlag weiterbelastet werden)
  • Reparaturerlöse (an Mieter weiterbelastete Reparaturkosten)
  • Aufnahmegebühren für Container
  • etc.

Off-balance-Finanzierung (bilanzneutrale Finanzierung)

Dieser Begriff bedeutet, dass Leasingobjekte (in diesem Fall die Container) nicht in der Bilanz erscheinen. Die Reedereien können dadurch das vorhandene Kapital an anderer Stelle einsetzen (z. B. zur Finanzierung von Schiffen).

Palettenbreite Container (20’/40’/45’ pallet-wide)

Standardcontainer haben ein Innenmaß von 2,33 m und damit den Nachteil, dass darin Euro-Paletten (1,20 m x 0,80 m) nicht ohne Platzverlust nebeneinander verladen werden können. Eine Verbreiterung um wenige Zentimeter kombiniert die Vorteile der Systeme Container und Euro-Palette. Palettenbreite Container bieten bei einem um nur vier Prozent größeren Volumen eine um 20 Prozent höhere Palettenkapazität und ermöglichen eine effiziente Beladung ohne Umstauen und Ladungssicherung. Palettenbreite Container werden insbesondere für innereuropäische Transporte und Kurzstrecken-Seeverkehre („Short Sea Shipping“) genutzt.

Partiarisches Darlehen

Bei einem partiarischen Darlehen (Beteiligungsdarlehen) wird eine Gewinn- oder Umsatzbeteiligung an der Gesellschaft oder an dem Geschäft vereinbart, zu dessen Zweck bzw. Finanzierung das Darlehen gewährt wurde. Daneben kann zusätzlich eine Zinszahlungspflicht vereinbart werden. Eine Verlustbeteiligung ist ausgeschlossen und regelmäßig werden auch keine Kontrollrechte gewährt. Steuerrechtlich führen Einkünfte aus partiarischen Darlehen beim Darlehensgeber zu Einkünften aus Kapitalvermögen.

Progressionsvorbehalt

Unter Progressionsvorbehalt versteht das deutsche Einkommensteuerrecht die Ermittlung eines niedrigeren oder höheren Steuersatzes auf die in Deutschland steuerpflichtigen Einkünfte. Dabei werden zur Ermittlung des Steuersatzes andere steuerfreie, meist ausländische Einkünfte der steuerlichen Bemessungsgrundlage hinzugerechnet. Dann wird eine fiktive Steuer errechnet. Anschließend wird der sich daraus ergebende durchschnittliche Steuersatz auf das zu versteuernde, d.h. nicht steuerfreie Einkommen angewendet. Mit dieser Vorgehensweise wird erreicht, dass die Progression des Steuertarifs die inländischen Einkünfte erfasst. Der Progressionsvorbehalt zu Gunsten der Bundesrepublik Deutschland ist in vielen Doppelbesteuerungsabkommen vorgesehen.

Prospektprüfungsbericht

Ein vom Prospektherausgeber in Auftrag gegebener und von einem Wirtschaftsprüfer oder einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft erstellter Prüfbericht. Die Prospektprüfung hat die Aufgabe, festzustellen, ob der Emissionsprospekt die für die Entscheidung eines Kapitalanlegers wesentlichen Angaben vollständig und richtig enthält.

Sachwertanlage

Der Begriff Sachwert umfasst Wirtschaftsgüter wie Immobilien, Schiffe, Wind- und Solaranlagen oder Container, die sich vergleichsweise unabhängig von Geldwertschwankungen entwickeln.

Sale and lease back

Ein Sale-and-lease-back-Geschäft heißt auf Deutsch etwa „Rückvermietung“: Eine Reederei verkauft ihre Container an eine Leasinggesellschaft und mietet sie parallel wieder zurück (meist in Form eines langfristigen Mietvertrags).

Schiffshypothekendarlehen

Bankdarlehen. Die Darlehensforderung ist durch Eintragung einer Schiffshypothek im Seeschiffsregister abgesichert.

Seriennummer

Jeder ISO-Container hat eine eigene Kennung aus vier Buchstaben und sieben Ziffern. Die vier Buchstaben bezeichnen den Eigentümer bzw. Manager des Containers (zum Beispiel HLXU für Hapag-Lloyd oder RFCU für Raffles Lease). Die folgenden sechs Ziffern bilden die Nummer des jeweiligen Containers. Die siebte Ziffer ist eine Prüfzahl. Sie kann aus den ersten sechs Ziffern errechnet werden, um Zahlendreher auszuschließen. Im „Bureau International des Containers“ (BIC) mit Sitz in Paris sind weltweit alle ISO-Container anhand dieser Kennung verzeichnet.

Spot Lease

siehe „Master Lease“

Standardcontainer (20’/40’/40’ High Cube)

Standardcontainer sind die gewöhnlichen und häufigsten Containertypen in 20 oder 40 Fuß Länge. Bezogen auf die Anzahl sind ca. 90 Prozent des weltweiten Containerbestands Standardcontainer.

Stückgut

Stückgut bezeichnet in der Logistik klassischerweise alles, was sich am Stück transportieren lässt (also z. B. Kisten, Fässer, beladene Paletten, Maschinen- oder Anlagenteile, Kabel-, Papier- oder Blechrollen). Das Gegenteil von Stückgut ist Massengut (Erz, Kohle, Zement, Getreide und flüssige Ladung wie z. B. Erdöl und Flüssiggas).
Heute unterscheidet man zwischen containerisierbarem Stückgut (also Gütern, die in den Container passen) und nicht containerisierbarem Stückgut (häufig sogenannte „Projektladung“, also große Anlagenteile wie z. B. Komponenten für Windkraftanlagen). Vielfach wird der Terminus Stückgut heute auch nur noch für nicht containerisierbares Stückgut verwandt.

Tankcontainer (20’/30’/40’)

Tankcontainer sind sehr hochwertige, zumeist aus Edelstahl hergestellte Container, die zum Transport von Flüssigkeiten (Chemikalien, Nahrungsmittel) und Granulaten genutzt werden. Tankcontainer unterliegen höchsten Sicherheitsstandards und entsprechen heutigen Umweltansprüchen. Zum Teil verfügen sie über Heiz-/Kühlaggregate.

TEU

TEU steht für „twenty-foot equivalent unit“ („zwanzig Fuß entsprechende Einheit“) und ist die international gebräuchliche Maßeinheit, um Container hinsichtlich ihrer Größe, das Fassungsvermögen von Schiffen und die Umschlagskapazität von Terminals zu vergleichen. Die Einheit TEU beruht auf dem 20’-Standardcontainer, der einem TEU entspricht. Ein 40’-Standardcontainer entspricht zwei TEU. Trotz seines größeren Fassungsvermögens wird auch der um ca. 30 cm höhere 40’-High-Cube-Standardcontainer als zwei TEU gezählt. Ein Containerschiff, dessen Kapazität z. B. mit 8.000 TEU angegeben ist, kann theoretisch 8.000 20’-Container laden, 4.000 40’-Container oder eine Mischung beider Größen, die zusammengerechnet 8.000 TEU ergibt.

Tilgung

Ab- oder Rückzahlung einer langfristigen Schuld. Die Tilgung erfolgt normalerweise in viertel- oder halbjährlichen gleichförmigen Raten.

Tonnagesteuer

Möglichkeit, gemäß § 5a EStG eine pauschalierte Gewinnermittlung in Abhängigkeit von der im internationalen Schiffsverkehr eingesetzten Tonnage vorzunehmen. An diese Gewinnermittlungsart ist die Gesellschaft für zehn Jahre gebunden.

Trailer

Trailer sind Lkw-Sattelauflieger mit eigenen Aufbauten. Sie werden mit Sattelzugmaschinen bewegt. Spezielle Trailer für Container bezeichnet man als Chassis (siehe oben).

Treugeber

Eine Person, die Eigentum an Sachen und/oder Rechten auf einen Treuhänder überträgt, so dass diesem die volle Rechtsstellung eines Eigentümers verliehen wird.

Treuhänder(-in)

Auch Treunehmer genannt. Eine natürliche oder juristische Person, die fremdes Eigentum in eigenem Namen, aber für fremde Interessen verwaltet.

Treuhandgesellschaft

Unternehmen, welches Rechte oder Sachen als Eigenrechte empfängt, mit der Bestimmung, sie im Interesse des Treugebers zu gebrauchen.

Treuhandvertrag

Regelt Rechte und Pflichten von Treuhänder (Treunehmer) und Treugeber.

Twistlocks

Twistlocks (Drehschlösser, von englisch „twist“ für „verdrehen“ und „lock“ für „Schloss“) sind Verriegelungen, die Container untereinander oder mit dem Trägerfahrzeug verbinden. Dabei werden die Twistlocks in die genormten Eckbeschläge (→ corner castings) der Container eingesetzt, um neunzig Grad verdreht und dadurch stabil verkantet.

Unterschiedsbetrag

Im Jahr des Wechsels zur Tonnagesteuer sind der Unterschiedsbetrag zwischen Buch- und Teilwert des Schiffes sowie sonstige im Betriebsvermögen der Beteiligungsgesellschaft vorhandene stille Reserven festzustellen, die bei der Veräußerung des Schiffes oder im Falle einer Rücknahme der Option zur Tonnagesteuer nach Ablauf der zehnjährigen Bindungsfrist unabhängig vom tatsächlich erzielten Veräußerungserlös zu versteuern sind.

Verwahrstelle

Für jedes Investmentvermögen muss die Kapitalverwaltungsgesellschaft eine Verwahrstelle mit der Verwahrung der Vermögensgegenstände und bestimmten Kontrollfunktionen beauftragen. Das können Kreditinstitute, Wertpapierfirmen oder sonstige beaufsichtigte Einrichtungen sein.

Volatilität

Die Volatilität gibt die Schwankungsbreite des Werts eines Investitionsobjekts an. Sie wird um den Mittelwert herum errechnet. Je größer die Schwankungsbreite ist, desto volatiler und damit risikoreicher ist eine Investition.

Zuslassung und Zertifizierungen

Damit Container im internationalen Warenverkehr auf allen Verkehrsträgern eingesetzt werden können, benötigen sie zahlreiche internationale Zulassungen. Darum kümmern sich renommierte Klassifikationsgesellschaften wie Bureau Veritas oder der Germanische Lloyd. Zu den Zulassungen gehören die → CSC-Plakette (International Convention for Safe Containers), die ISO-Zertifizierung, die Zulassung für den Straßen- und Bahnverkehr nach den Vorgaben der Transports Internationaux Routiers (TIR) und der Union Internationale des Chemins de Fer (UIC) sowie die Zulassung des Holzbodens für die Einfuhr nach Australien durch das dortige Gesundheitsministerium (Australian Department of Health, ADH).

Zwischenfinanzierung

Dient zur Überbrückung des kurzfristigen Kreditbedarfs bis zur Einwerbung des Eigenkapitals.