CEU (cost equivalent unit):
Einheit für Container, um die unterschiedlichen Containertypen hinsichtlich ihrer Kosten und Erlöse vergleichbar zu machen. Ein 20'-Container (1 TEU) entspricht 1 CEU. Ein 40'-Container entspricht bezogen auf die Kosten und Mieterlöse etwa 1,6 CEU.
Container:
Standardisierter Behälter. Da diese Metallbehälter genormt sind, sind sie schnell zu be- und entladen, sicher zu verschliessen und problemlos im Schiffsverkehr einzusetzen. Einheiten: CEU, TEU und FEU (siehe CEU, TEU und FEU).
Containerbrücke:
Spezieller landseitiger Kran für den Containerumschlag.
Containerchassis:
Containerchassis werden für den Straßentransport von Containern eingesetzt. Moderne Chassis können normale und High-Cube-Container unterschiedlicher Abmessungen tragen.
Containerumschlag:
Anzahl von Containern, die in einem Hafen von Land an Bord oder umgekehrt geladen werden.
Corten-Stahl:
Corten-Stahl ist eine Legierung, die geringe Kupfer- und Nickelanteile enthält und die Container gegen physische Belastungen und Korrosion besonders widerstandsfähig macht.
Depot:
Wenn die Mietzeit für einen Container abgelaufen ist und diese nicht verlängert wird, ist der Mieter verpflichtet, diesen in vertragskonformem Zustand in die weltweit verteilten Depots der Vermieter zurück zu geben.
FEU:
Forty foot equivalent unit. 40 Fuß (rd. zwölf Meter) langer, genormter Container.
Flat Racks (20’, 40’):
Flat Racks sind sehr stabile Transportplattformen mit der Länge und Breite eines Containers. Sie dienen dem Transport übermessender und sehr schwerer Ladung, so genannter Projektladung. Flat Racks ermöglichen den Transport eigentlich nicht containerisierbarer Ladung auf Containerschiffen.
Geschichte des Containers:
Der Container hat die internationale Logistik in den vergangenen 40 Jahren revolutioniert. Das enorme Wachstum der Containerverkehre und die Zunahme der Containerisierung der internationalen Transporte zeigen bisher keine Abschwächungstendenzen.
Vor der Einführung des Containers wurden Stückgüter in unterschiedlichen Behältnissen – vor allem in Säcken, Kisten und Fässern sowie auf Paletten – transportiert. Der internationale Transport von Stückgütern war entsprechend zeit- und kostenaufwendig. Der Wechsel des Transportmittels – vom LKW auf die Bahn, von der Bahn aufs Schiff und umgekehrt – war jedes Mal mit einem arbeits- und zeitintensiven Umladen der Güter verbunden. Beschädigung und Verlust von Ladung waren häufig; Schiffe lagen viele Tage, oftmals Wochen, in den Häfen.
Mit der Einführung des Containers entstand ein weltweit standardisiertes Logistiksystem, das enorme Produktivitätsfortschritte ermöglichte. Beim Wechsel der Transportmittel wird heute nur noch der komplette Container, eine weltweit standardisierte Ladungseinheit in der Größe einer kompletten LKW-Ladung, mit weitgehend automatisierten Umschlagseinrichtungen bewegt. Das aufwändige Umladen einzelner Güter entfällt. Transportzeiten konnten erheblich verkürzt, Beschädigungen und Verluste auf ein Minimum reduziert werden. Die unproduktive Liegezeit der Schiffe in den Häfen beträgt heute, bei gleichzeitiger Vervielfachung der Gesamtumschlagsmenge, maximal ein bis zwei Tage. Moderne Containerterminals erreichen heute Umschlagsleistungen von mehr als 2.000 Containern pro Tag und Schiff. Das entspricht etwa 20.000 bis 30.000 t. Vor der Einführung des Containers lag die Tagesumschlagsleistung bei einem Stückgutschiff zwischen 700 und 1.000 t – unter Einsatz oft
hunderter von Hafenarbeitern. Dank dieses Produktivitätsfortschritts haben sich die Kosten im internationalen Transport auf einen Bruchteil verringert und sind heute in vielen Fällen eine zu vernachlässigende Größe. Der Transportkostenanteil im containerisierten internationalen Stückguttransport
beträgt oft weniger als ein Prozent des Warenwertes, verglichen mit fünf bis zehn Prozent im nicht containerisierten Stückguttransport. Die Kosten des Seetransportes australischen Weins liegen beispielsweise bei lediglich zehn bis 20 Cent pro Flasche.
Kühlcontainer (Reefer, 20’/40’/40’ High Cube):
Diese Container dienen dem Transport von Frisch- und Tiefkühlprodukten. Mit Hilfe eines Kühlaggregats wird die Temperatur bedarfsgerecht reguliert. Kühlcontainer verdrängen aufgrund ihrer Flexibilität und ihrer Kostenvorteile zunehmend konventionelle Kühlschiffe. Ihr Anteil am Transport gekühlter Ladung liegt inzwischen deutlich über 50 %. Kühlcontainer haben einen Anteil von 6 % an der Weltcontainerflotte bezogen auf die Anzahl der Container (TEU). Ihr wertmäßiger Anteil an der Weltcontainerflotte liegt bei knapp 25 %.
Long Term Lease:
Bezeichnung für die langfristige Vermietung von Containern.
Malcom McLean:
Malcom McLean gilt als der „Vater der Containerisierung“. Seinem persönlichen Engagement und Kapital ist es zu verdanken, dass sich der Container als standardisierter Transportbehälter weltweit durchgesetzt hat. In der 50er Jahren des letzten Jahrhunderts führte er den Warentransport in Containern gegen den Willen der US-amerikanischen Gewerkschaften, Eisenbahnunternehmen, Reedereien und Regierungsstellen ein. McLean selbst berichtete, dass er schon 1937 als Lkw-Fahrer, der die aufwendige Be- und Entladung von Baumwolle beobachtete, erstmals die Idee hatte, Transportbehälter zu benutzen und damit die Ladevorgänge zu vereinfachen.
Master Lease / Spot Lease:
Gebrauchte Container werden zumeist im Rahmen so genannter „Master Lease Agreements“ kurz- und mittelfristig vermietet (Mindestmietzeit ca. drei bis zwölf Monate).
Open-Top-Container (20’, 40’):
Open-Top-Container haben kein festes Dach, sondern sind im Normalfall mit einer Plane abgedeckt. Diese Container können nicht nur durch die Türen, sondern auch von oben beladen werden. Sie dienen daher vor allem dem Transport übermessender oder besonders sperriger Ladung.
Palettenbreite Container (20’/40’/45’ pallet-wide):
Standardcontainer haben ein Innenmaß von 2,33 m und damit den Nachteil, dass darin keine Euro-Paletten (1,20 m x 0,80 m) ohne Platzverlust nebeneinander gestaut werden können. Eine Verbreiterung um wenige Zentimeter kombiniert die Vorteile der Systeme Container und Europalette. Palettenbreite Container bieten bei einem um nur 4 % größeren Volumen eine um 20 % höhere Palettenkapazität und ermöglichen eine effiziente Beladung ohne Umstauen und Ladungssicherung. Palettenbreite Container sind insbesondere für innereuropäische Transporte und Short-Sea-Verkehre sehr gefragt.
Pool:
Schiffe, die gemeinsam unter der Regie eines Koordinators (Poolmanagers) als Einheit betrachtet werden und deren Erträge zuerst kumuliert und anschließend nach einem festgelegten Schlüssel wieder auf die einzelnen Schiffe verteilt werden, bezeichnet man allgemein als Pool. Meist werden dabei typähnliche Schiffe in unterschiedlichen Fahrtgebieten im Spotmarkt eingesetzt. Ebenso gibt es Containerpools, bei denen eine größere Containerflotte durch eine Containermanagementgesellschaft verwaltet und die Erlöse und Kosten gebündelt werden.
Reefer:
Isolierter Container mit Kühlaggregat (Kühlcontainer).
Slot:
Containerstellplatz auf einem Schiff.
Standardcontainer (20’/40’/40’ High Cube):
Ca. 83 % des weltweiten Containerbestandes sind Standardcontainer. Standardcontainer sind die Arbeitspferde der internationalen Logistik. Ihre Einsatzmöglichkeiten sind fast grenzenlos und reichen vom Transport von Fernsehern (ca. 400 Stück pro 40’-Container) bis zu losen Kaffee- oder Kakaobohnen. Die Nachfrage nach Standardcontainern ist weltweit nachhaltig und hoch.
Tankcontainer (20’/30’/40’):
Tankcontainer sind sehr hochwertige, zumeist aus Edelstahl hergestellte Container, die zum Transport von Flüssigkeiten (Chemikalien, Nahrungsmittel) und Granulaten genutzt werden. Tankcontainer unterliegen höchsten Sicherheitsstandards und entsprechen heutigen Umweltansprüchen. Zum Teil verfügen sie über Heiz-/Kühlaggregate.
TEU:
Twenty Foot Equivalent Unit: Bezeichnung für 20’-Standardcontainer. 20’-ISO-Containereinheit. Statistische Recheneinheit, die im Containerverkehr benutzt wird. Für den Vergleich der möglichen Ladekapazität von Containerschiffen ist hierbei „14 t homogen“ das Standardmaß, um Gewicht zu messen. Es wird unterstellt, dass jeder auf das Schiff geladene Standardcontainer mit 14 Tonnen wiegt. Beide Angaben zusammen ermöglichen erst eine Einschätzung der Belastbarkeit des Schiffes.
Umschlag:
Be- und Entladen von Ladung im Hafen und auf See.
Vollcontainerschiff:
Ein Seeschiff, dass in erster Linie für den Transport von Containern konstruiert und gebaut wird.
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